Mittag bei Freunden in Sóller. Wir machen uns auf der Terrasse fertig für den Ausflug. Über uns Sonne, hinter mir die Kachelmalerei mit dem großen Tintenfisch zwischen den Fischen, die mir jedes Mal gefällt. Pinkes Hovman-Kleid, dazu meine Lieblings-Sonnenbrille in Lila von Raffaella di Montalban, an der Hand der Ring von Ekaterini, und die Leoparden-Tasche von Cute Stuff bleibt heute mein Begleiter.

Dann steigen wir ins Auto. Die MA-10 schraubt sich durch das Tramuntana-Gebirge, eine der schönsten Küstenstraßen Europas. Olivenhaine an steilen Hängen, knorrige Stämme so alt wie das Dorf selbst. Pinien, durch die das Meer silbern blitzt. Ein Aussichtspunkt, eine Steinmauer, Stille.

Deià taucht zwischen Zypressen am Berghang auf, eine Ansammlung warmer ockerfarbener Häuser über dem Mittelmeer. Wir biegen ab in einen Feldweg und kommen an im Hotel Sa Pedrissa, einem Landgut aus dem 17. Jahrhundert, das einmal Erzherzog Ludwig Salvator von Österreich gehörte. Alte Mauern, ein Brunnen mit Eisengeflecht, eine Palme im Innenhof.


Auf der Terrasse vom Restaurant Es Pi dann das, weswegen wir gekommen sind: weiße Sonnensegel über uns, der Blick auf die Tramuntana, ein gekühlter Rosé Flor de Muga Rosado im Glas. Das Essen ausgefallen und doch traditionell verwurzelt: gebratener Adlerfisch auf einer hellen Schaum-Sauce, dazu Mangold und mediterrane Beilagen. Marcel Ress kocht hier, und man schmeckt sein Konzept: mallorquinische Wurzeln, moderner Strich. Der Service herzlich und aufmerksam, ohne aufdringlich zu werden.



Spät am Nachmittag ein Gang durch den Garten, alte Steinmauern bei Abendlicht.

Das ist Deià, wie es sein soll.
Hotel Sa Pedrissa · Restaurant Es Pi · 2,5 km vor Deià · sapedrissa.com
Wer wissen will, wie der Tag begonnen hat: bei unserem Ankunfts-Ritual im Portixol in Palma.
Herzlich, aus Hamburg


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