Zu meinem Geburtstag hat mich meine Freundin Annett nachträglich in ein Restaurant eingeladen, das ich schon länger auf dem Zettel hatte: das Chefs Warehouse in der HafenCity, direkt am Sandtorkai. Untergebracht im Hotel The Tide, im historischen Speicher mit Fleet-Blick. Der Weg dorthin führt über das Kopfsteinpflaster der Speicherstadt und ich freue mich jedes Mal, wenn dieser Teil von Hamburg vor der Tür liegt.

Die Idee stammt aus Kapstadt. Das Konzept kombiniert Restaurant und Bar in einem Haus, mit einer offenen Küche, einem gemütlichen Barbereich im hinteren Teil und der eleganten Kunst des Hotels drumherum. Für uns war Aussen die richtige Wahl: die Sonne stand noch tief über dem Fleet, gegenüber lag der Speicher, und die kleinen Lichter am Terrassengeländer warteten schon darauf, angehen zu dürfen.

Angestoßen haben wir mit einem Amalfi Spritz Zero, alkoholfrei, herrlich frisch und mit dem gelben Ton, den ich an solchen Abenden liebe. Wenn ich fahre, ist das für mich die schönste Alternative.

Als Vorspeise habe ich die Salt and Pepper Squid gewählt, knusprig frittiert und mit einem süßlich scharfen Dip. Annett hat sich für das Acquerello Risotto mit saisonalem Gemüse, Parmesan und Butter entschieden. Als Hauptgang kam bei mir der persönliche Favorit an diesem Abend: Tandoori Blumenkohl mit Kokos und frittierten Curryblättern in einer türkisen Schale. Diese Kombination aus indischen Gewürzen, gerösteten Kokoschips und der cremigen Sauce darunter hat mich wirklich überrascht. Annett hatte als Hauptgang den Catch of the Day mit Scampi.


Während wir gegessen haben, wurde es langsam dunkel. Die Speicher gegenüber wurden warm angestrahlt, das Licht spiegelte sich im Fleet und die Terrasse wurde in genau die Stimmung getaucht, für die man abends in die HafenCity fährt. Genau in solchen Momenten merkt man wieder, wie schön Hamburg eigentlich ist.

Nach dem Essen wollten wir noch etwas trinken, und das ist das Schöne an diesem Haus: Die Bar liegt im hinteren Teil des Restaurants, mit Backsteinwänden, hohen Tischen und den charakteristischen rostorangefarbenen Hockern. Man wechselt vom Essbereich fließend zur Bar, ohne das Haus zu verlassen.

Bevor wir gegangen sind, habe ich noch das Portraitbild an der Sichtbetonwand des Hotels angeschaut. Die Kunst hier passt zum Ort, das Ganze ist mit viel Ruhe kuratiert, und man merkt an vielen kleinen Details, dass jemand nachgedacht hat.

Wenn Sie hingehen
Chefs Warehouse Canteen und Bar, Am Sandtorkai 29, 20457 Hamburg, im Hotel The Tide. chefswarehouse.de. Empfehlung: draußen sitzen, wenn das Wetter es zulässt. Der Blick aufs Fleet und die Speicher ist der Grund, wegen dem man wiederkommt.
Warum meine Marke den Namen meiner Schwester trägt, steht im Beitrag Warum Trixi Gronau. Konkrete Geschenke und Papier-Arbeiten aus dem eigenen Atelier gibt es im Concept Store.
Trixi Gronau führt seit 1995 ihren Concept Store in Hamburg mit eigenem Druckatelier. In den 90er Jahren Stammkundin bei Susanne Otto (damals einzige Chanel-Adresse Hamburgs, Milchstraße), bei der Boutique Amica von Ina Gärtner und im Chippis Bazar von Mary Burose. Eingeladen zu Vernissagen bei der Galerie Levy (Pop Art und Surrealismus, Hamburg-Pöseldorf).
Herzlich, aus Hamburg


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