Der erste Kaffee nach einer Woche

Es gibt Wochen, in denen man vom eigenen Alltag ausgeschnitten wird. Eine Pause, die man sich nicht ausgesucht hat. Und dann die Rückkehr in das Zuhause, das man kennt.

Reichenbach Becher in flieder auf der Terrasse, daneben eine Hortensie in einer grauen Reichenbach-Vase, links ein aufgeschlagenes Buch
Reichenbach Becher in flieder, eine Hortensie in einer grauen Reichenbach-Vase und ein Buch auf der Terrasse.

Was in diesen ersten Tagen zurückkommt, ist kein großes Bild. Es sind kleine Dinge. Der erste Kaffee auf der Terrasse, aus meinem Reichenbach Becher in flieder, meiner Lieblingsfarbe. Ein Buch, das ich vor einer Woche zur Seite gelegt hatte. Das Fenster, das aufgeht, weil es hell werden soll. Und eine Blume aus dem Garten, die Chris für mich hingestellt hat, ohne dass ich etwas gesagt hätte.

Was mir in diesen ruhigen Stunden auffällt, ist wie viel man tut, ohne es zu merken. Wie viel Bewegung durch einen Tag geht, wenn man in einem Concept Store lebt. Und wie schnell man vergisst, dass eine handgeschriebene Karte, ein sauber verpackter Auftrag, ein Trudon-Karton im Atelier eben nicht selbstverständlich sind. Dahinter stehen Menschen, die da sind.

Was mich in dieser Zeit besonders bewegt hat, sind die vielen Genesungswünsche, die mich erreicht haben. Von Freundinnen und Freunden, aus Hamburg und weiter. Ich bin stolz auf diesen Kreis, und ich habe mich sehr gefreut.

Ich war nicht allein in dieser Woche. Chris und meine Tochter Simona haben den Online-Store weitergeführt, damit ich Ruhe habe. Meine Schwester Beatrix kam vorbei und hat mit mir vor der Kamera für ein paar Sommer-Aufnahmen gearbeitet. Und meine beiden Freundinnen, beide heißen Britta, standen mit einem Rosenstrauß, frischgepresstem Saft und selbstgebackenen Aprikosen-Tartelettes vor der Tür. Wie nett das ist.

Was jetzt kommt, ist ein bisschen Ruhe. Nichts, was ein Hauptbild braucht. Ein Buch, ein Kaffee, ein offenes Fenster. Manchmal ein Anruf, manchmal ein Katalog, der ins Bett wandert. Der Sommer läuft draußen, und ich schaue ihm dabei zu.

Der Store bleibt geöffnet, das Atelier läuft weiter, die Online-Bestellungen werden verpackt. Wenn ihr etwas braucht, meldet euch. Wir sind da.

Trixi Gronau führt seit 1995 ihren Concept Store in Hamburg-Lokstedt mit eigenem Druckatelier. In den 90er Jahren Stammkundin bei Susanne Otto (damals einzige Chanel-Adresse Hamburgs, Milchstraße), bei der Boutique Amica von Ina Gärtner und im Chippis Bazar von Mary Burose. Eingeladen zu Vernissagen bei der Galerie Levy (Pop Art und Surrealismus, Hamburg-Pöseldorf).

Herzlich, aus Hamburg

Trixi Gronau

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