PHOTO GENICS + CO, kalifornischer Konzept-Duft in kleiner Serie

Einführung

Es gibt Duftmarken, die stelle ich mir nicht ins Regal und verkaufe sie schnell weg. Sie brauchen einen Moment, um erklärt zu werden. PHOTO GENICS + CO aus Los Angeles ist so eine. Die Serie trägt Namen, die man in einem norddeutschen Concept Store auf den ersten Blick nicht erwartet: Hashish, Indica, Sativa, Betel, Pavot, Hyssop. Das ist kein Marketing-Zufall, das ist gewollt. Kalifornisches Selbstbewusstsein, ein Zeitgeist-Signal, verpackt in schwere Betongefäße und Marmor-Domes. In Deutschland ist die Marke fast unbekannt, in meinem Sortiment inzwischen fest verankert.

Photo Genics + Co, alle vier Ausführungen (Duftkerze, Interior Mist, Concrete-Kerze, Diffuser Dome) auf schwarzem Granit im Trixi Gronau Concept Store Hamburg
Photo Genics + Co: Duftkerze, Interior Mist, Concrete-Kerze, Diffuser Dome. Auf schwarzem Granit im Concept Store Hamburg-Lokstedt.

Wie diese Marke zu mir gekommen ist

Ich arbeite mit Trudon und Carrière Frères seit vielen Jahren zusammen. Über die Kontakte, die ich mir in dieser Zeit aufgebaut habe, ist auch Photo Genics zu mir gekommen. Man weiß, dass ich das Besondere suche, das, was es hier nicht überall gibt. Photo Genics hat mich sofort überzeugt, weil die Marke einen anderen Ansatz verfolgt als die meisten Duft-Anbieter in meinem Segment. Sie kommt nicht aus dem klassischen Parfumerie-Umfeld. Sie spricht junge, designorientierte, puristisch denkende Menschen an. Wer minimalistische Architektur schätzt, wer Betonoberflächen mag, wer Duft als Objekt versteht, findet hier eine eigene Sprache.

Eine Fashion-Agentur mit einer Duftlinie

Photo Genics + Co ist eine Subdivision von Photogenics Media in Los Angeles, einer der führenden Model- und Talent-Agenturen der Stadt. Gegründet von Nicole Bordeaux und den Factor-Brüdern Dean und Davis Factor, die auch Smashbox Cosmetics und Smashbox Studios aufgebaut haben. Die Duftlinie ist 2017 entstanden, als Erweiterung dieser LA-Ästhetik, und sie zeigt die Handschrift eines Hauses, das aus der Bildwelt kommt. Die Gefäße sind bewusst als skulpturale Objekte gebaut, mit klarer Referenz auf die brutalistische Architektur der 60er und 70er Jahre. Schwerer Beton, kantige Formen, tief geprägter Schriftzug. Keine Kerze zum Verstecken, sondern ein Stück Interior.

Sechs Duftnoten aus dem botanischen Grenzbereich

Die Serie besteht aus sechs Kompositionen, jede auf eine Pflanze zugeschnitten, deren Name Aufmerksamkeit verlangt. Sativa und Indica sind botanische Unterarten von Cannabis. Hashish verweist auf Harz. Weniger offensichtlich, aber ähnlich provokant, sind Betel (Betelnuss, ein mild anregendes Kaugewächs aus Südasien), Pavot (Mohn) und Hyssop (Ysop, ein aromatisches Küchenkraut). Photo Genics zitiert nicht die Wirkung, sondern die olfaktorische Signatur dieser Pflanzen. Wer die Kerzen anzündet, bekommt keine Substanz, sondern eine sorgfältige, oft holzig-harzige, manchmal krautige Kopfnote, immer mit langer Basis. Ich habe mich entschieden, die Serie so anzubieten, wie sie gemeint ist. Ohne Umbenennung, ohne Verstecken, aber mit einer klaren Einordnung.

Photo Genics Concrete No.3 Sativa, Betonzylinder mit tief geprägtem Schriftzug
Concrete No.3 Sativa: schwerer Betonzylinder mit tief geprägtem Schriftzug.

Mein Lieblingsduft ist Sativa

Wer mich kennt, weiß, warum. Ich mag warme, würzige Düfte, alles, was in Richtung Tabak, Leder und Harz geht. Sativa trägt genau diese Handschrift. Moschus als warme Basis, Tabak für die trockene Würze, Bergamotte oben drauf, damit es leicht bleibt. Kein Duft für alle Räume, sondern ein Duft für die Räume, in denen man sitzen bleibt.

Concrete Sativa brennt am Abend neben Buch und Weinglas
Sativa brennt am liebsten in Räumen, in denen man sitzen bleibt.

Die Ausführungen

Photo Genics arbeitet in fünf Gefäßformen, nicht jede Duftnote gibt es in jeder Form.

Die klassische Duftkerze kommt in schlichtem weißem Porzellan-Look, für rund 75 Euro. Klein, ruhig, für den Schreibtisch oder das Gästebad. Verfügbar in Hashish, Indica, Sativa und Hyssop.

Die Concrete-Kerze ist das Herzstück der Serie. Ein schwerer Betonzylinder mit tief geprägtem Schriftzug, gefüllt mit Kokosnussöl-Wachs. Sie wiegt in der Hand, sie hat einen Auftritt, und sie brennt lang. Rund 98 Euro. Verfügbar in Indica, Sativa, Betel, Pavot und Hyssop.

Der Diffuser Bowl ist die offene Betonschale mit Lavasteinen. Man gibt den mitgelieferten Duft in die Steine, die geben ihn langsam an den Raum ab. Ohne Docht, ohne Flamme. Rund 85 Euro. Verfügbar in Hashish und Indica.

Der Diffuser Dome in Marmorbeton ist die geschlossene Variante mit Lavasteinen, ein rundes Objekt, das für sich steht. Rund 180 Euro. Verfügbar in Sativa und Hyssop.

Photo Genics Diffuser Dome in Marmorbeton geöffnet mit Lavasteinen
Diffuser Dome geöffnet, die Lavasteine geben den Duft langsam an den Raum ab.

Der Interior Mist ist der Raumspray, kurz und dosiert. Ein kleiner Nebel im Vorbeigehen, wenn man den Duft nicht die ganze Zeit im Raum haben will. Rund 145 Euro. Verfügbar in Indica und Sativa.

Photo Genics Interior Mist No.6 Hyssop, schwarze Flasche mit Aigrette-Sprayer und Lederquaste auf Betonsockel, Studio-Aufnahme
Interior Mist No.6 Hyssop: schwarze Flasche mit Aigrette-Sprayer, auf Betonsockel.

Wo diese Objekte am besten wirken

Photo Genics zeigt sich am schönsten, wo Material und Licht mitspielen. Die Concrete-Kerzen auf schwarzem Granit, mit ihrer eigenen Reflexion, sind ein Bild für sich. Der Diffuser Dome auf einem Badewannenrand, in Marmorumgebung, funktioniert als Objekt und nicht nur als Duftquelle. Wer die Serie zum ersten Mal probiert, sollte mit einer der kleinen Duftkerzen starten. Wer schon weiß, dass er warm-holzige Düfte mag, kann direkt zu Concrete Sativa greifen.

Erhältlich im Concept Store und im Shop

Alle im Shop aktiven Produkte der Serie sind bei mir im Concept Store am Bullenredder 19 in Hamburg-Lokstedt vorhanden. Wer aus dem Umland oder von weiter kommt, findet die Serie im Online-Shop unter Wohnaccessoires, Düfte. Für weitere Ausführungen oder Duftnoten, die aktuell nicht gelistet sind, bitte kurz melden. Ich habe Zugriff auf zusätzliche Artikel aus dem Portfolio.

Trixi Gronau führt seit 1995 ihren Concept Store in Hamburg mit eigenem Druckatelier. In den 90er Jahren Stammkundin bei Susanne Otto (damals einzige Chanel-Adresse Hamburgs, Milchstraße), bei der Boutique Amica von Ina Gärtner und im Chippis Bazar von Mary Burose. Eingeladen zu Vernissagen bei der Galerie Levy (Pop Art und Surrealismus, Hamburg-Pöseldorf).

Herzlich, aus Hamburg

Trixi Gronau

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