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Le Relais de l’Entrecôte in Saint-Germain: seit über zwanzig Jahren unsere Paris-Adresse

Le Relais de l’Entrecôte in der Rue Saint-Benoît. Aufnahme von einem früheren Besuch, 2015.

Seit mehr als zwanzig Jahren gehört Le Relais de l’Entrecôte in Saint-Germain für uns zu Paris. Wenn ich in der Stadt bin, gehe ich immer wieder hin, mindestens ein paar Mal im Jahr. Die Filiale liegt in der Nähe unseres Hotels, wir können bequem zu Fuß hingehen. Im September 2026 waren wir wieder dort.

Es gibt Restaurants, in denen man lange über der Karte sitzt. Und es gibt eines, in dem nur eine einzige Frage gestellt wird. Hier kommt ein Gericht auf den Tisch. Nur dieses eine.

Die Schlange gehört dazu

Warteschlange auf dem Gehweg vor der roten Markise des Relais de l'Entrecôte in der Rue Saint-Benoît
Blick aus der Schlange heraus, September 2026. Geöffnet wird um halb sieben.

Abends öffnet das Haus um 18.30 Uhr. Wer um 18 Uhr kommt, hat trotzdem schon rund dreißig Menschen vor sich. So war es auch diesmal. Reservieren kann man nicht.

Was die Kellnerin auf die Papiertischdecke schreibt

Gastraum des Relais de l'Entrecôte mit gelben und grünen Tischdecken, Bugholzstühlen und einer Flasche Château de Saurs auf dem Tisch
Der Gastraum im September 2026. Auf dem Tisch die Flasche vom Château de Saurs.

Über der Tischdecke liegt Papier. Und genau darauf notiert die Kellnerin mit dem Stift, wie jeder am Tisch sein Fleisch haben möchte. Bleu, saignant, à point, bien cuit. Kein Block, kein Gerät. Es steht neben dem Teller, an dem es gilt.

Salat, Baguette und ein einziges Weingut

Grüner Blattsalat mit Walnüssen und Vinaigrette auf einem Teller mit rotem Rand
Der grüne Salat mit Walnüssen. Aufnahme von einem früheren Besuch, 2022.

Zuerst kommt der grüne Salat mit Nüssen und Vinaigrette, dazu Baguette. Er kommt ungefragt, so wie hier fast alles ungefragt kommt.

Beim Wein ist es ähnlich eindeutig. Es gibt ausschließlich Wein vom Château de Saurs, einem Familiengut in der Appellation Gaillac im Südwesten Frankreichs. Die Wahl besteht in der Farbe: rot, weiß oder rosé. Glasweise oder als Flasche, und aus meiner Sicht preisbewusst.

Das Gericht

Entrecôte in Scheiben unter einer Portion Pommes allumettes auf einem Teller mit rotem Rand
Entrecôte mit Pommes allumettes, September 2026.

Entrecôte, in Scheiben aufgeschnitten, unter einer grünen Kräutersauce, daneben Pommes allumettes. Dünne, knusprige Streichhölzer, keine dicken Fritten. Für mich gehören sie zu den besten Pommes überhaupt.

Der Nachschlag kommt auf denselben Teller

Hand greift eine Pommes allumette vom Teller mit Entrecôte und Kräutersauce
September 2026.

Es kommt kein zweiter Teller. Die Kellnerin legt etwa drei weitere Stücke Fleisch und neue Pommes auf den Teller, auf dem man gerade isst. Man muss nicht danach fragen, es ist eingerechnet.

Diesmal hatte die Kellnerin vergessen, uns das Fleisch nachzulegen. Sie entschuldigte sich dafür. Das war uns bei all unseren Besuchen zuvor noch nie passiert.

Unser Platz an diesem Abend

Es waren dreißig Grad in Paris. Wir saßen direkt an den geöffneten Türfenstern, in einer Ecke, und hinter uns saß niemand. Dadurch war es deutlich ruhiger als sonst. Ich habe den Abend an diesem Platz als sehr angenehm empfunden.

Zum Schluss der Vacherin

Vacherin Framboise aus Eis, Meringue und Sahne auf einem Spiegel aus Himbeersauce, mit einem Blatt Minze
Vacherin Framboise, September 2026.
Vacherin Chocolat aus Eis, Meringue und Sahne mit Mandelblättchen und dunkler Schokoladensauce auf einem Teller mit rotem Rand
Vacherin Chocolat, September 2026.

Beim Dessert gibt es sehr wohl eine Auswahl. Die Beschränkung gilt für den Hauptgang und für den Wein, nicht für die Nachspeise. Wir haben beide Ausführungen des Vacherin genommen: einmal Framboise, einmal Chocolat. Eis, Meringue und Sahne, in der einen Fassung mit Himbeere, in der anderen mit Schokolade.

Warum wir immer wiederkommen

Was mich seit über zwanzig Jahren überzeugt, ist die gleichbleibende Qualität. Dazu der schnelle und freundliche Service, die typisch französische Atmosphäre und ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das ich für hervorragend halte.

Vor allem aber mag ich, dass das Restaurant seinem Konzept treu bleibt.

Unser Reel über Le Relais de l’Entrecôte finden Sie hier auf Instagram.

Das Relais liegt mitten in unserem Pariser Viertel. Wie so ein Tag bei uns sonst aussieht, habe ich in Unser Paris. Ein Tag in Saint-Germain-des-Prés aufgeschrieben.

Gut zu wissen

  • Le Relais de l’Entrecôte, 20 rue Saint-Benoît, 75006 Paris, Saint-Germain-des-Prés. Métro Saint-Germain-des-Prés, Linie 4.
  • Geöffnet mittags ab 12 Uhr und abends ab 18.30 Uhr. Eine Reservierung gibt es nicht.
  • Es gibt ein Gericht: Entrecôte mit Kräutersauce und Pommes allumettes, davor grüner Salat mit Nüssen und Baguette. Der Nachschlag ist eingerechnet.
  • Wein ausschließlich vom Château de Saurs, rot, weiß oder rosé, glasweise oder als Flasche.
  • Beim Dessert gibt es dagegen eine Auswahl.
  • In Paris gibt es mehrere Häuser dieses Namens. Wir waren in Saint-Germain.
  • Karten, Zeiten und Preise ändern sich. Unsere Angaben stammen vom Besuch im September 2026.

Gibt es ein Lokal, in das Sie gehen, gerade weil es Ihnen die Wahl abnimmt?

Mehr persönliche Geschichten finden Sie in meinem Sonntagsbrief.

Unterschrift Corinna Gronau