RESTAURANTS

Les Antiquaires in Paris: ein bisschen wie nach Hause kommen

Unser Tisch im Les Antiquaires an der Rue du Bac. Das Glas trägt den Namen des Hauses.

Es gibt Restaurants, in die man geht. Und es gibt Restaurants, in die man zurückkommt. Les Antiquaires an der Rue du Bac ist für mich das zweite.

Wir sind mehrmals im Jahr in Paris, meistens wegen der Messen. Bei jedem Besuch gehen wir einmal ins Les Antiquaires, zuletzt wieder im Oktober. Das ist bei uns keine Frage mehr, das steht fest, bevor der Koffer gepackt ist.

Polo begrüßt uns, und dann sind wir da

Polo begrüßt uns immer. Das ist dieser eine Moment, in dem ich merke, dass wir nicht irgendwo hereinkommen, sondern wieder da sind. Für mich fühlt es sich ein bisschen an wie nach Hause kommen, mitten in einer Stadt, in der ich nicht wohne.

Polo im dunklen Anzug serviert am Tisch im Restaurant Les Antiquaires in Paris
Polo am Tisch. Er begrüßt uns jedes Mal, und dann fängt der Abend an.

Das Lokal liegt im siebten Arrondissement, ein paar Minuten zu Fuß von unserem Hotel. Kein Taxi, keine Metro, kein Blick auf die Uhr. Wie ein ganzer Tag in diesem Viertel bei uns aussieht, habe ich hier aufgeschrieben.

Mein festes Menü

Ich bestelle dort immer dasselbe. Ich habe das nie bereut, und ich wollte es auch nie anders.

Zuerst neun Austern. Austern esse ich ausschließlich in Frankreich. Hier esse ich sie besonders gern: kalt, mit einem Spritzer Zitrone, dazu ein Glas Wein und der Blick auf die Straße.

Neun Austern auf Eis auf einer silbernen Etagere am Tisch im Les Antiquaires in Paris
Neun Austern auf Eis, auf der Etagere über dem Tisch.

Danach die Zwiebelsuppe. Ich habe viele probiert, in vielen Jahren und an vielen Orten. Diese hier finde ich göttlich. Ich freue mich jedes Mal darauf, schon bevor wir sitzen.

Zwiebelsuppe mit Käsekruste in einer weißen Terrine mit Löwenkopf im Les Antiquaires in Paris
Soupe à l’oignon gratinée, unter einer dicken Haube aus geriebenem Käse, in der weißen Terrine mit dem Löwenkopf.

Und zum Schluss Crêpes Suzette. Die kommen brennend an den Tisch. Die Flamme steht einen Moment über dem Teller und ist dann wieder weg.

Brennende Crêpes Suzette mit blauer Flamme auf einem weißen Teller im Les Antiquaires in Paris
Crêpes Suzette, in dem Moment, in dem die Flamme noch steht.

Drei Gänge, die für mich zusammen Paris ergeben. Unsere zweite feste Adresse in der Stadt ist Le Relais de l’Entrecôte in Saint-Germain, aber das ist eine andere Geschichte.

Besondere Abende im Les Antiquaires

Einen runden Geburtstag habe ich hier gefeiert. Les Antiquaires gehört für mich deshalb nicht nur zu meinen Parisbesuchen, sondern auch zu besonderen Momenten in meinem Leben.

Zweimal haben wir hier außerdem Silvester gefeiert. Wir bleiben bis ungefähr Viertel vor zwölf im Restaurant und sitzen, wenn es geht, draußen und sehen dem Treiben auf der Straße zu.

Glas auf einem Tisch auf der Terrasse des Les Antiquaires an der Rue du Bac in Paris
Ein Glas auf der Terrasse zur Rue du Bac. An Silvester sitzen wir, wenn es geht, genau dort.

In meiner Tasche sind an diesen Abenden zwei Gläser und eine Flasche Champagner. Kurz vor Mitternacht gehen wir zur Brücke vor dem Louvre und warten dort auf das Feuerwerk zum neuen Jahr. Die Aussicht von dort finde ich traumhaft.

Es gibt aufwendigere Arten, ins neue Jahr zu gehen. Eine schönere kenne ich nicht. Und beim nächsten Parisbesuch sitzen wir wieder an der Rue du Bac, bestellen neun Austern und freuen uns auf die Suppe.

Das Haus bezeichnet sich selbst als Café, Restaurant und Bistrot, mit einer kleinen Terrasse zur Straße. Geöffnet ist täglich von 7 bis 2 Uhr, die Küche durchgehend von 11 bis Mitternacht, sonntags bis 23.30 Uhr.

Les Antiquaires
13 rue du Bac
75007 Paris
Telefon 01 42 61 08 36
lesantiquaires.net

Unterschrift Corinna Gronau


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